Fundstück beim Perlentaucher, Quelle Neue Zürcher Zeitung, 11.08.2007
In der Beilage Literatur und Kunst ist Peter Esterhazys Rede zur Eröffnung des Festivals von Lucerne abgedruckt. Es geht um Herkunft, das Woher und Wohin und: “Auch das ist wichtig, woher man nicht kommt, oder woher man nur fast kommt, oder woher man kommen möchte. Ich zum Beispiel komme nicht von der Mathematik her (…) ich war keine Sekunde lang ein richtiger Mathematiker, lediglich ein Student der Mathematik, der das, was er studierte, interessanterweise nicht kannte. Etwas auf intelligente Art nicht zu können, das ist eine geistige Leistung, die man nicht unterschätzen sollte. Mir kann keiner - im Unterschied zum Großteil der humanistisch Eingestellten - mit der Mathematik Furcht einjagen. Gödel spricht über dasselbe wie Musil, um unerlaubt schnell zu formulieren.

