Muster der Menschheit – Inspirationen zur Mathematik und zum Rechnen

Mai 19, 2008

Der öffentliche Wissenschaftler

Filed under: Fundstücke — by mathebuch @ 5:51 am
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Viele Wissenschaftler sind im alten Paradigma sozialisiert, schreibt Christian Spannagel in seinem Blog. Er möchte einen anderen Weg gehen und hat zwei Wiki-Seiten angelegt, die er in Zukunft weiterentwickeln und mit Inhalten und Diskussionen füllen wird. Die eine Seite beschreibt seine Philosophy of Teaching, die andere sein Forschungsprofil.

Er ermuntert ausdrücklich auch die „Nichtfachleute“ dazu mitzudiskutieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie groß die Hemmschwelle zum Mitdiskutieren ist, wenn man das Gefühl hat, ohne Fachkenntnisse zu sein:

Insbesondere von Menschen, die nicht vom Fach sind, erhoffe ich mir wertvolle Anregungen. Dies hilft dabei, die eigene Forschungsarbeit zu “erden”.

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3 Kommentare »

  1. Genau diese Vorbehalte möchte ich überwinden! Es gibt nichts aufrüttelnderes für einen Wissenschaftler, als von einem „Nichtfachmann“ Aspekte aufgezeigt zu bekommen, an die er vorher noch nicht gedacht hat, weil er einfach zu sehr im Stoff „drin“ ist. Aufrüttelnd ist es deswegen, weil man sofort denkt: „Jetzt beschäftige ich mich schon seit Jahren mit einem Thema, und jetzt kommt einer ‚einfach so daher‘ und spricht einen Aspekt an, an den ich noch gar nicht gedacht habe“. Gibt es nichts Tolleres?

    Kommentar von cspannagel — Mai 19, 2008 @ 8:01 am |Antwort

  2. Nein, sicher ist das etwas Tolles.

    Aber nicht alles was ein „Nichtfachmensch“ von sich gibt, spricht gleich einen tollen Aspekt an, an den der Fachmensch nicht gedacht hat – und da der Nichtfachmensch das ahnt, hält er sich zurück. Viele Menschen kostet es Überwindung sich in Diskussionen auf ein fremdes Fachgebiet einzulassen. Deshalb ist es wichtig sie öfters zu ermuntern. Ich finde das dann auch eine hervorragende Sache. Der Austausch mit möglichst vielen unterschiedlichen Mensch ist fast immer fruchtbar.

    Kommentar von Claudia — Mai 19, 2008 @ 11:23 am |Antwort

  3. „…Viele Menschen kostet es Überwindung sich in Diskussionen auf ein fremdes Fachgebiet einzulassen. Deshalb ist es wichtig sie öfters zu ermuntern. …“

    Das gilt auch bei Schülern. Sie brauchen nur Motivation. Sie brauchen etwas Impuls vom Lehrer und plötzlich entwicklen sie Idee wie man in meiner Heimatsland dazu sagt: „Idee aus Schlauerland“
    Sowohl der individuelle Maßstab bei der Beurteileung eines Schülers als auch der relative Maßstab, sollten deswegen nicht unterschätzt werde, denn diese könnten Wunder bewirken.

    Der absolute Maßstab ist leider immer noch, das Maß unserer Gesellschaft.

    P.S: Ich lache nie mehr, wenn jemand (v.a. einer mit einem fragilen Selbstbewustsein) sich beim Argumentieren verspricht. Denn es könnte diese Person wieder in sein Sicherheitsloch (Stummloch) zurückdrängen.

    Zum jetzigen Thema glaube ich, dass ich auf dem Weg bin, einen öffentlicher Wissenschaftler zu werden.
    🙂
    Eigentlich fühle ich mich schon so … aber ich kann es noch noch nicht (wie alle anderer auch), dass ich das bin. Denn die beiden Begriffen „öffentlicher Wissenschaftler“ bilden zusammen, für mich, einen Weg und nicht ein Ziel.

    Kommentar von Colince — Juni 17, 2008 @ 8:04 am |Antwort


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