Muster der Menschheit – Inspirationen zur Mathematik und zum Rechnen

November 25, 2016

Mathematik – Das ist doch keine Kunst

Günter M. Ziegler
Mathematik das ist doch keine Kunst

Bebilderte Mathematik, das ist ein schöner Gedanke.
Sich durch die Geschichte der Mathematik anhand von Bildern hangeln, ist eine wunderbare Idee.

Wie bei einem Adventskalender gehen hier 24 Türchen in Form von Bildern zu den jeweiligen Kapiteln auf.
Es beginnt mit dem Ishango-Knochen, der etwa 22000 Jahre alt ist. Auf ihm sind systematisch Kerbenreihen eingerizt, die zu spannenden Interpretationen einladen. Es geht weiter über Leonardo da Vinci, zu Adam Ries, der 1522 sein berühmtes Rechenbuch veröffentlichte und zur Erfindung des Gleichheitszeichens.
Gauss darf nicht fehlen und eine Zusammenstellung der mathematischen Prominenz, die es international mit ihrem Konterfei auf Geldscheine und Münzen geschafft hat. Wir finden ein Kapitel über fälschlicherweise zugeschriebene Poraits oder die wenigen Fotos von Emmy Noether.
In die 1960er geht es anhand der populärwissenschaftlichen Kinderbuchserie „Was ist was?“ und von dort aus ins Zeitalter der Fuck-you-Kommentare.
Das Salesman-Problem wird angesprochen und Seifenblasenstrukturen. Die Erzählung, wie sich Mathematik und Kunst auf einem Plakat zur DOCUMENTA IX nahekommen, ist sehr interessant.
Das Foto von Grigori Perelman – der die Poincare-und die Geometrisierungs-Vermutung so spektakulär löste – erinnert daran, wie notwendig es ist, die Persönlichkeit von Menschen zu akzeptieren.
Das Mädchen mit dem Taschenrechner mag auch heute noch Mathe und das, das auf der Postkarte „Mathe ist ein Archloch“ ausspricht, mag sie tendenziell heute immer noch nicht.
Wir erfahren, wie sich Formeln patentieren lassen und was es mit Möbiusbändern im Kunstgewerbe auf sich hat.

Mit der E-Book-Ausgabe ist dieses Buchs sehr günstig zu erwerben. Mir gefällt der Mix des Inhalts, der mal in die Tiefe und mal in die Breite geht und ab und an ein seltenes, vergessenes Stück der Mathematikgeschichte ins Rampenlicht stellt.

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September 22, 2016

Warum ich Mathe mag

Filed under: Fundstücke,Kunterbuntes,Links,Mathematiker,Mathematikerin — by mathebuch @ 4:53 pm
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Mathematik in den Mainstream-Medien kommt eher selten vor und falls doch, dann in Zusammenhang mit spektakulären Forschungsergebnissen.

Hier im SPON gibt es ausnahmsweise eine Fotostrecke, da sagen junge Mathematiker innen und Mathematiker, warum sie Mathe mögen.

April 21, 2016

Wissenschaftlerinnen in Wikipedia

Filed under: Fundstücke,Kunterbuntes,Links,Mathematikerin — by mathebuch @ 11:49 am
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Sandra Sieraad Pressestelle
Universität Bielefeld

Die Mathematikerin Dr. Katharina Habermann ist neue Gender-Gastprofessorin

„Beiträge von Frauen zu den Wissenschaften und insbesondere zur Mathematik sind in der Geschichte immer noch unterrepräsentiert“, sagt die Privatdozentin Dr. Katharina Habermann, die als Gender-Gastprofessorin im Sommersemester an der Universität Bielefeld lehrt. In ihren Seminaren will die Mathematikerin vermitteln, wie Wissenschaftlerinnen bei Wikipedia angemessen präsentiert werden können. Ausgangspunkt ist eine systematische historische Annäherung über Quellen- und Literaturarbeit, Lexika und Enzyklopädien. Ihr öffentlicher Vortrag am 12. Juli lautet: „Frauen in Rot – der Gender Gap in der Wikipedia.“ (more…)

Dezember 26, 2015

Mathematische Detektivgeschichten

„Professor Stewarts mathematische Detektivgeschichten“ von Ian Stewart

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Die bunte Sammlung mathematischer Geschichten kommt in der Taschenbuchausgabe zunächst unaufdringlich daher und überrascht dann mit einem wahren Feuerwerk an mathematischen Rätseln, Tricks, Geschichten, Anekdoten und Witzen.
“Damit wir uns recht verstehen: Dabei handelt es sich um mathematische Rätsel. Ihre Lösung verlangt ein Interesse an Mathematik und die Fähigkeit logisch zu denken.” Diese Einschätzung von Ian Stewart im Vorwort teile ich. Aber wer dieses Interesse mitbringt, wird viel Spass und spannende Unterhaltung in diesem Buch finden.
Manche der Rätsel sind sehr schwierig zu knacken, aber dadurch wird deutlich, dass es in der Mathematik auch darum gehen kann, sich einer Lösung über einen langen Zeitraum und viele Teillösungen anzunähern. Kreative Wege finden, Denkgewohnheiten verändern, alte Erkenntnisse in neue Zusammenhänge stellen – so funktioniert die Mathematik abseits der schulischen Pfade.
Das Buch bildet sehr deutlich ab, warum Mathmatik so faszinierend sein kann: Ihre Spannbreite von theoretischen Höhenflügen bis zum Alltagsgebrauch oder den Mustern, die in der Natur vorkommen. Wir begegnen in dieser Sammlung u. a. Rätsel ganz ohne Hinweise, Mathematikern mit seltsamen Namen oder Hühnern als magische Begleiter, besondere mathematische Tage, Gläser- und Tellertänzen, den Flecken der Leoparden und absurder Analysis.

Die Lösungen oder Erläuterungen sind praktisch am Ende des Buches zusammengefasst.

Februar 26, 2012

Sofja Kowalewskaja – geniale Mathematikerin, unerwünschte Professorin

Der berühmte Berliner Mathematikprofessor Karl Weierstraß fiel aus allen Wolken: Vor einer Woche hatte er einer jungen Frau eine vertrackte mathematische Aufgabe gestellt und erwartete nichts anderes, als dass sie daran scheiterte. Nun stand sie wieder vor ihm und trug ihr Ergebnis vor. Weierstraß war angesichts ihrer Kreativität im hohen Maße verblüfft. Völlig eigenständig und geradezu genial hatte die Zwanzigjährige die hohen Hürden überwunden und hoffte nun auf einen Studienplatz. Eine verrückte Idee – als Frau im Jahr 1870. Der Professor löste das Problem auf seine Weise: Er unterrichtete sie vier Jahre lang privat, mal in ihrer, mal in seiner Wohung. Sofja
Kowalewskaja, die später mit bewundernswerter Konsequenz lange um einen Lehrstuhl kämpfte, obwohl ihre wissenschaftliche Arbeit international gerühmt wurde, teilte das Los vieler hochbegabter Frauen im 19. Jahrhundert.


Zum Artikel

Oktober 5, 2011

Ada-Lovelace-Tag

Filed under: Fundstücke,Kunterbuntes — by mathebuch @ 3:08 pm
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Helga fordert auf zum Gedanken machen für den Ada-Lovelace-Tag:

Am 7. Oktober ist es wieder soweit. Zum dritten Mal sollen Frauen aus Technologie und Wissenschaft ins Rampenlicht gehoben werden. Benannt wurde er nach der ersten Programmiererin in der Geschichte, Ada King, der Countess of Lovelace.

Ob ich es schaffe, etwas dazu zu schreiben weiß ich noch nicht. Aber lesen und hier verlinken, werde ich alles, was ich in den Links zum Ada-Lovelace-Tag finde. Versprochen!

Oktober 11, 2009

Fortuna und Kalkül. Zwei mathematische Belustigungen

Mathematik ist mehr als nur eine Leidenschaft von Hans Magnus Enzensberger. In einem edition-unseld-Essay ergründet er das Wesen der mathematischen Abstraktion, die auf so verblüffende Weise zur Wirklichkeit passt. Aber tief im Innern der Welt der Zahlen und Funktionen scheint etwas nicht zu stimmen.
zum Artikel bei SPON

Juni 30, 2009

Interdisziplinäre Forschung: Armut und Ungleichheit in Entwicklungsländern

Filed under: Fundstücke,Kunterbuntes,Mathematik — by mathebuch @ 5:32 pm
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Die Reduzierung von Armut in Entwicklungsländern ist ein zentrales Anliegen der von den Vereinten Nationen verabschiedeten Millenniums-Entwicklungsziele. Um Ansätze zu entwickeln, wie Armut und Ungleichheit wirksam bekämpft werden können, werden Göttinger Wissenschaftler die Dynamik von Armut und politische Einflussfaktoren analysieren. In ihren statistischen und ökonometrischen Untersuchungen werden Wirtschafts- und Agrarwissenschaftler mit Mathematikern und Statistikern zusammenarbeiten.

zum Artikel

Juni 18, 2009

Wäsche

Filed under: Kunterbuntes — by mathebuch @ 5:02 pm
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Dessous inspiriert durch die Mathematikerin Sophie Germain.
Nun ja. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Aber streiten wir lieber nicht, wer mag, kann es sich ansehen.

April 25, 2009

Emmy Noether in der Ruhmeshalle

Filed under: Mathematikerin — by mathebuch @ 7:41 am
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Nach Clara Ziegler und Lena Christ haben es nun erneut zwei Frauen in die Ruhmeshalle geschafft: die aus Erlangen stammende Mathematikerin Emmy Noether, die als eine der Begründerinnen der modernen Algebra gilt, sowie Therese Prinzessin von Bayern.

zum Artikel in der Süddeutschen

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